Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften

Die bislang geltende Vorschrift zum Verlustabzug bei Körperschaften regelt, dass nicht genutzte Verluste wegfallen, wenn die Anteile an einer Körperschaft in bestimmter Höhe übertragen werden.

Die Beschränkung gilt nicht für bestimmte Übertragungen im Konzern (Konzernklausel) und auch nicht, soweit zum Zeitpunkt des schädlichen Erwerbs stille Reserven (Stille- Reserven-Klausel) vorhanden sind.

Mit der Neuregelung sollen nicht genutzte Verluste auch für die Unternehmen möglich sein, die weder unter die Konzern- noch unter die Stille-Reserve-Klausel fallen. Eine Nutzung der Verlustvorträge soll demnach weiterhin möglich sein, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der seit drei Jahren bestehende Geschäftsbetrieb bleibt unverändert.
  • Die Körperschaft darf sich nicht an einer Mitunternehmerschaft beteiligen.
  • Die Körperschaft darf kein Organträger sein bzw. werden.
  • In die Körperschaft dürfen keine Wirtschaftsgüter unterhalb des gemeinen Wertes eingebracht werden.

Das Gesetz liegt im Moment im Entwurf vor und soll rückwirkend zum 01.01.2016 in Kraft treten.

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